Zubereitung - Cold Brew

Cold Brew - Mehr als kalter Kaffee

Seit einigen Jahren erfährt Cold Brew auch bei uns in Deutschland immer größere Beliebtheit. Doch dass der Ursprung des Trend-Getränks schon einige Jahrhunderte entfernt liegt, wissen nur die wenigsten. Schon im 17. Jahrhundert wurde der Cold Brew in Kyoto, Japan erfunden. Traditionell nennt man den Cold Brew daher auch oft Kaffee im Kyoto-Stil.


Auch die Niederländer suchten bei ihren Reisen durch die asiatischen Kolonien im 17. Jahrhundert nach einer Möglichkeit, Kaffee auch ganz ohne Elektrizität und Hitze zubereiten zu können, da dies auf hoher See meist nicht möglich war. So etablierte sich hier der sogenannte Cold-Drip Coffee, der ähnlich wie bei Cold Brew Coffee mit kaltem Wasser zubereitet werden kann. Bei der Zubereitung des Cold-Drip Coffees sind Wasser und Kaffeepulver getrennt, anders als bei der Zubereitung des Cold Brews. Hier schwimmt das Kaffeepulver in kaltem Wasser. Das Endprodukt aus der Cold-Drip Zubereitung nennt man daher auch Dutch-Coffee.

Was ist eigentlich Cold Brew und wie wird er zubereitet?

Der Name Cold Brew erklärt die Zubereitung des Getränks ganz gut, da er wie der Name schon sagt „kalt gebraut“ wird. Für die Zubereitung können eigentlich alle Bohnen genutzt werden. Wir bei Coffee Fellows empfehlen dir unsere Espresso Bohnen. Wichtig ist, dass für die Zubereitung des Cold Brew ein gröberer Mahlgrad verwendet wird als für einen normalen Espresso. Je nachdem ob man Cold Brew Konzentrat als Ergebnis oder trinkfertigen Cold Brew möchte, verwendet ihr entweder ein Mischverhältnis von Kaffee und Wasser von 1:5 für Konzentrat oder 1:10 für normalen Cold Brew. Die gemahlenen Bohnen werden also mit dem kalten Wasser in einem Gefäß vermischt und dürfen dann für 12 Stunden bei ca. 5°C (im Kühlschrank) ruhen. Je länger der Kaffee im kalten Wasser extrahiert, desto mehr Aromen werden aus dem Kaffee gelöst. Dieser schmeckt dann, anders als heißer Kaffee, fruchtig und mild. Ein weiterer großer Unterschied von Cold Brew ist die wenige Säure. Nach der Ruhezeit wird die Flüssigkeit abgeseiht, indem man es durch einen Filter oder ein Tuch laufen lässt und erhält so den fertigen Cold Brew. Jetzt ist er gekühlt bis zu zwei Wochen haltbar. Wenn man sich für die Zubereitung von Konzentrat entschieden hat, muss dieses selbstverständlich vor dem Verzehr noch verdünnt werden. Anschließend wird der Cold Brew auf Eiswürfeln und oft auch mit Milch serviert.

Auf den Geschmack gekommen? So machst du dir in 4 einfachen Schritten deinen eigenen Cold Brew.

Du benötigst:

Und so einfach geht’s:

  1. Grob gemahlenen Kaffee zusammen mit dem Wasser in einem Gefäß gut durchrühren.
  2. Gut abdecken und dann für mind. 12h im Kühlschrank ziehen lassen. Je länger der Kaffee zieht, desto mehr Aromen werden freigesetzt.
  3. Kaffee nach dem Ziehen mit einem Filter in das zweite Gefäß filtern. Dazu eignet sich ein Handfilter, eine French Press, oder auch ein Tuch.
  4. Jetzt heißt es auch schon genießen! Den fertigen Cold Brew ganz einfach pur mit Eiswürfeln oder auch mit Milch, Vanilleeis, Säften oder Alkohol genießen.

Übrigens: Cold Brew Kaffee hat im Vergleich zu mit heißem Wasser aufgebrühten Kaffee 70% weniger Säuren und Bitterstoffe.